Analfissur – das sind die 3 Top-Gründe, warum sie so schlecht abheilen

Ein Riss in der Darmschleimhaut wird als Analfissur bezeichnet. Das tut höllisch weh und heilt schlecht. Doch warum ist das eigentlich so? Denn eigentlich sind die Risse oft nur wenige Millimeter lang. Hättest du so eine Verletzung am Finger, wäre sie nach zwei Tagen schon verschwunden.

Hier die Top-Gründe, warum Analfissuren oder Fissuren im Intimbereich normalerweise nicht von selbst abheilen:

  1. Bakterien sorgen für Entzündungen und schlechte Wundheilung: Im Po herrscht logischerweise eine äußerst hohe Bakterienlast. Nicht nur, dass durch den Stuhlgang ständig „Nachschub“ kommt, das feucht-warme Klima ist für Bakterien geradezu ein Paradies. Viele Baktieren sorgen dafür, dass sich die Analfissur meist schmerzhaft entzündet und sich nicht beruhigen kann.
  2. Feuchtigkeit: Neben den vielen Bakterien ist es im Enddarm natürlich auch noch warm und feucht; auch das ist für eine Wundheilung äußerst ungünstig. Stell die vor, du würdest einen Finger mit einer kleinen Schnittwunde permanent in schmutziges, warmes Spülwasser halten… Daher: Auch dieser Faktor trägt dazu bei, dass eine Fissur recht wenig motiviert ist, sich von alleine zu verabschieden.
  3. Der Schließmuskel ist schuld: Naja, nicht immer… Aber Fakt ist, dass Fissuren häufig eher scheue Gesellen sind und sich hinter dem Schließmuskel verstecken und damit verdeckt sind. Heißt im Klartext: Beim Stuhlgang liegt die Fissur frei, Bakterien können ungehindert in die Wunde eindringen und kurz danach ist sie dann wieder isoliert und abgeschlossen. Dass hier eine Wundheilung eher schwierig wird, liegt auf der Hand.

Tja, und nun? Es ist in jedem Fall mal wichtig zu wissen, was eine Analfissur begünstigt und warum die Fissuren nicht gut verheilen. Denn nur dann kann man Maßnahmen ergreifen. Wichtig ist beispielsweise, Verstopfungen vorzubeugen, eine gründliche Hygiene zu betreiben und verschiedene Mittel zu probieren, um die Heilung zu unterstützen.