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Ballaststoffreiche Lebensmittel bei Analfissuren

Wenn es um die Ernährung bei Analfissur geht, liest du sicherlich immer wieder davon, dass du dich möglichst ballaststoffreich ernähren solltest. Das hängt damit zusammen, dass Ballaststoffe der Verdauung allgemein gut tun und außerdem Verstopfungen vorbeugen. Diese sind ein Mitverursacher von Analrissen. Hast du bereits eine Analfissur, dann ist ein gut geformter Stuhl ebenfalls wichtig – denn sowohl zu harter Kot als auch häufiger Durchfall können die Wunde verschlimmern. Im Folgenden erfährst du, welche ballaststoffreiche Lebensmittel gut sind und welche weniger sinnvoll.

Zwei Arten von Ballaststoffen

Wie du vielleicht weißt, sind Ballaststoffe für den Menschen unverdauliche Pflanzenbestandteile. Ist dir auch bekannt, dass es lösliche und unlösliche Ballaststoffe gibt? Den Unterschied möchte ich kurz erläutern:

  1. Lösliche Ballaststoffe wirken im Dickdarm als Quellstoffe, indem sie große Mengen Wasser an sich binden. Dadurch vergrößert sich das Stuhlvolumen. Außerdem wird der Stuhl weicher und die Entleerung des Darms erleichtert. Positiv hinzu kommt, dass die löslichen Ballaststoffe bei den guten Darmbakterien sehr beliebt sind und diesen als Nahrung dienen. Das fördert eine gesunde Darmflora – und ein gesunder Darm kann auch bei einer Analfissur hilfreich sein bzw. dieser vorbeugen.
  2. Unlösliche Ballaststoffe binden wesentlich weniger Wasser an sich als die löslichen Faserstoffe. Außerdem sind sie für die Darmbakterien ziemlich uninteressant. Trotzdem kurbeln auch unlösliche Ballaststoffe die Verdauung an, denn sie erhöhen das Stuhlvolumen, regen die Darmperistaltik an und beschleunigen somit die Ausscheidung des Stuhls – dies wiederum beugt Verstopfungen vor.

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Unterschiede auch in der Qualität

Noch etwas solltest du wissen: Nicht immer sind ballaststoffreiche Lebensmittel auch wirklich super gesund. Dies gilt vor allem, wenn du dich nur einseitig von ihnen ernährst. So sind veränderte Produkte bzw. solche Nahrungsmittel, die isolierte Ballaststoffe enthalten, auf Dauer und in größeren Mengen nicht wirklich sinnvoll. Ein Beispiel dafür ist die Weizenkleie. Viel gesünder und nützlicher sind ballaststoffreiche Lebensmittel, wenn du sie so verzehrst, dass all die Inhaltsstoffe in ihrer Gesamtheit noch enthalten sind. Erst dann profitierst du vom natürlichen Zusammenspiel aller enthaltenen Nährstoffe.

Eigene Erfahrungswerte: Auch wenn „grüne Blätter“ zahlenmäßig nicht so viele Ballaststoffe wie einige andere Lebensmittel halten, profitierst du beim Verzehr von zahlreichen weiteren wertvollen Inhaltsstoffen.

Außerdem empfehle ich dir, Lebensmittel aus ungekeimten Getreide nur in Maßen zu essen. Dazu zählen die „handelsüblichen“ Produkte wie Nudeln, Backwaren, Brot, Getreideflocken, Müslis, Reis sowie auch Kleieprodukte. Der Hauptgrund dafür sind enthaltene schwer verdauliche sekundäre Pflanzenstoffe. Dazu zählt beispielsweise Lektin. Diese Substanzen können zu Blähungen und anderen Unverträglichkeiten führen. Sinnvoll dagegen ist es, Brot oder andere Produkte aus fermentierten Getreide zu bevorzugen. Diese gibt es allerdings äußerst selten zu kaufen – hier wäre „selber machen“ die Devise. Du kannst auch bevorzugt glutenfreie Lebensmittel verzehren – die sind in der Regel für den Darm besser verträglich.

Und noch ein Tipp: Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Nüsse und Kerne vor dem Verzehr bzw. der Weiterverarbeitung einige Stunden oder über Nacht einweichen. Das trägt deutlich zu einer besseren Verträglichkeit bei.

Nun aber zur versprochenen Auflistung. Im Folgenden nenne ich dir ballaststoffreiche Lebensmittel – aufgeteilt in Gemüse, Obst etc. Die dabei genannten Ballaststoffanteile sind nur ein Richtwert – sie weichen teilweise je nach Quelle voneinander ab. Doch du hast zumindest mal einen guten Anhalt. Los geht’s!

Ballaststoffreiche Lebensmittel: Gemüse

(Ballaststoffe jeweils pro 100 g)

  • Topinambur: 12 g
  • Artischocke: 11 g
  • Kartoffeln: 8 g
  • Kürbisse 5 g
  • Rosenkohl: 4 g
  • Brokkoli: 3 g
  • Weißkohl: 3 g
  • Karotten: 3 g

Ballaststoffreiche Lebensmittel: Grüne Blätter

(Ballaststoffe jeweils pro 100 g)

  • Grünkohl: 4 g
  • Spinat: 4 g
  • Petersilie: 4 g
  • Mangold: 3 g
  • Löwenzahn: 3 g
  • Brennnesseln: 3 g
  • Feldsalat: 2 g
  • Endiviensalat: 1,5 g

Ballaststoffreiche Lebensmittel: Hülsenfrüchte

(Ballaststoffe jeweils pro 100 g)

  • Brechbohnen: 25 g
  • Kidneybohnen: 25 g
  • Grüne Erbsen: 22 g
  • Lupinen: 19 g
  • Mungbohnen: 18 g
  • Kichererbsen: 14 g
  • Linsen: 11 g
  • Sojabohnen: 9 g

Ballaststoffreiche Lebensmittel: Früchte und Beeren

(Ballaststoffe jeweils pro 100 g)

  • Passionsfrucht: 11 g
  • Himbeeren: 7 g
  • Avocado: 7 g
  • Heidelbeeren: 5 g
  • Johannisbeeren: 4 g
  • Äpfel: 3 g
  • Bananen: 3 g
  • Birnen: 3 g

Ballaststoffreiche Lebensmittel: Trockenobst

(Ballaststoffe jeweils pro 100 g)

  • Gojibeeren: 13 g
  • Feigen: 10 g
  • Pfirsiche: 9 g
  • Äpfel: 9 g
  • Datteln: 8 g
  • Pflaumen: 7 g
  • Rosinen: 7 g
  • Aprikosen: 7 g

Ballaststoffreiche Lebensmittel: Getreide und Pseudogetreide

(Ballaststoffe jeweils pro 100 g ungekocht)

  • Weizenkleie: 40 g
  • Weizen: 13 g
  • Dinkel: 11 g
  • Hafer: 11 g
  • Buchweizen: 10 g
  • Hirse: 9 g
  • Quinoa: 7 g
  • Amaranth: 7 g

Ballaststoffreiche Lebensmittel: Nüsse, Kerne und Samen

(Ballaststoffe jeweils pro 100 g ungekocht)

  • Chiasamen: 34 g
  • Leinsamen: 27 g
  • Kürbiskerne: 18 g
  • Mandeln: 14 g
  • Sonnenblumenkerne: 11 g
  • Haselnüsse: 10 g
  • Walnüsse: 8 g
  • Hanfsamen: 4 g