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Hocksitzhaltung – natürliche Unterstützung der Darmgesundheit

Der Mensch hat von Beginn der Zeitgeschichte bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts die natürliche Hocksitzhaltung für den täglichen Stuhlgang eingenommen. 1775 entwickelte ein Londoner dann das moderne WC, wie wir es heute kennen. Der Siegeszug der integrierten Wasserspülung und der neuen Sitzhaltung brachte jedoch auch erhebliche gesundheitliche Nachteile mit sich. Zwar wurden durch die Erfindung des modernen WCs die Hygienebedingungen verbessert und die Infektionsgefahr verringert. Gleichzeitig traten jedoch auch jede Menge gesundheitliche Probleme des Darms und weitere Folgeerkrankungen auf. Die Liste ist lang: Verstopfungen, Hämorrhoiden, Fissuren und Inkontinenz können die Folgen sein. Ganz zu schweigen von der Verschlechterung der Ergonomie des Körpers.

Der Stuhlgang ist ein automatisierter Prozess des menschlichen Lebens. Wichtigste Voraussetzungen dafür ist neben der Bewegung, dass die Ballaststoffzufuhr und Flüssigkeitsaufnahme in einem gesunden Gleichgewicht stehen. Der After öffnet sich dann völlig automatisch, wenn wir einen Stuhldrang verspüren. Um die Entleerung jedoch dauerhaft und nachhaltig zu erleichtern, können wir diesen Prozess aktiv unterstützen. Und zwar indem wir „zurück zur Natur“ gehen. Die von der Natur aus gegebene Hocksitzhaltung hilft uns, die erste Stuhlportion auszuscheiden. Danach sollte übrigens der Toilettengang auch beendet werden. Denn längeres Sitzen auf der Toilette kann dazu führen, dass wir nachrutschende Stuhlportionen nur durch starkes Pressen herausdrücken. Dadurch können schmerzhafte Analfissuren im Bereich des Enddarms entstehen – hier übrigens mehr über Analfissuren.

Wer jedoch die Hocksitzhaltung einnimmt, bildet einen spitzen Winkel zwischen dem Oberkörper und den Oberschenkeln von ca. 132-180 Grad. Hört sich erst einmal ziemlich verrückt und kompliziert an, aber durch den spitzen Winkel, der durch die Hocksitzhaltung entsteht, kann sich der Beckenboden deutlich mehr entspannen. In dieser Stellung ist der Darm in einer geraden Stellung, sodass wir ihn leichter entleeren können. Deshalb rate ich Menschen, die an Verstopfungen leiden, zunächst einmal die Hocksitzhaltung auszuprobieren, bevor sofort Abführmittel zum Einsatz kommen. Zudem ist bei der Hocksitzhaltung der Verschluss zwischen Dick- und Dünndarm – anders als bei der Sitzhaltung – vollständig verschlossen, sodass wir nur den absolut notwendigen Druck aufbauen müssen. Deshalb spricht man bei der Hocksitzhaltung auch von einem natürlichem Abführmittel.

Mein Tipp: Zurück zur Natur kann sich durchaus lohnen. Zugegeben: Anfangs ist das eine ziemlich Umstellung, aber deine Darmgesundheit wird es dir danken.

Und noch ein ergänzender Tipp: Du kannst deine Haltung beim Stuhlgang auch durch ein einfaches Mittel optimieren – einen Toilettenhocker. Diese gibt es von verschiedenen Anbietern und in unterschiedlichen Ausführungen – z.B. Plastik (zwischen 15 und 20 Euro)  in weiß oder farbig. Die „Luxusausführung“ in Holz kostet etwa ab 20 Euro bis kanpp 50 Euro. Toilettenhocker haben eine Einbuchtung, so dass sie sich prima unters Toilettenbecken schieben lassen. Bei Bedarf holst du den Hocker hervor, stellst deine Füße darauf und hast dadurch einen nahezu ideale Winkel, um den Stuhl problemlos auszuscheiden. Ein Familienmitglied bei uns nutzt den Toilettenhocker und alles funktioniert super :-))