Stechende Schmerzen im Analbereich? Das kannst du dagegen tun

Stechende Schmerzen im Analbereich können ganz plötzlich auftreten. Sind sie einmal da, kommen sie besonders häufig direkt nach und während des Stuhlgangs. Sie können dann stundenlang anhalten. Doch auf was für eine Erkrankung lassen diese Symptome schließen? Und was kannst du dagegen tun?

Bei stechenden Schmerzen im Po handelt es sich meist um eine Analfissur. Manche nennen die Wunde im Analbereich auch Afterriss oder nur Fissur. Egal wie man es nennt – in der Regel tut es höllisch weh. Dabei ist die Wunde selbst meist nur wenige Millimeter groß und befindet sich im Bereich des Afters – entweder innen, außen oder sowohl innen als auch außen. Durch die Bakterien und die Feuchtigkeit heilt die Wunde schlecht und zudem entzündet sie sich gerne – was die stechenden Schmerzen im Analbereich zur Folge hat.

Doch was kannst du nun konkret dagegen tun? Tatsächlich gibt es ein paar Tipps, die die Schmerzen lindern und die Heilung fördern können. Diese haben wir dir ganz ausführlich hier zusammengestellt.

In Kurzform solltest du aber wissen:

  1. Ernährung ist einer der Schlüssel zum Erfolg. Denn wenn du Durchfall oder Verstopfung hast, kann eine Fissur nicht abheilen. Beides sorgt dafür, dass der Enddarm massiv gereizt wird. Viele Fissur-Leidende essen gar nichts, um nicht auf die Toilette gehen zu müssen – das ist aber natürlich Quatsch. Viel wichtiger ist es, die Verdauung zu regulieren bzw. auf die richtige Ernährung zu achten. Dabei können auch Flohsamenschalenpulver oder probiotische Nahrungsergänzungen eine wertvolle Unterstützung bieten.
  2. Hygiene am Popo hilft ebenfalls weiter. Wenn es geht, dusche nach dem Toilettengang den Bereich mit einem harten Duschstrahl aus. Gerne auch ein wenig den Bereich spreizen, dass das Wasser auch ein wenig in den Analkanal kommt. Je mehr Bakterien auf diese Weise ausgespült werden, desto besser ist das für die Wundheilung.
  3. Analhygiene die zweite: Verzichte auf feuchtes Toilettenpapier, das reizt die Haut unnötig. Für unterwegs, wenn du logischerweise keine Dusche parat hast, kann eine mobile Intimdusche äußerst nützlich sein. Damit machst du jedes „normale“ Toilettenpapier zu einem feuchten und vermeidest dabei gleichzeitig Parfum oder Konservierungsstoffe, die zusätzlich zu Reizungen führen können.
  4. Nicht zuletzt kannst du die Fissur mit einem pflanzlichen Öl pflegen und schützen. Wichtig ist, dass keine chemischen Zusätze enthalten sind. Denn im sensiblen Intimbereich sollten nur sanfte Substanzen zum Einsatz kommen. Die ölige Substanz kann zudem die natürliche Dehnbarkeit und Geschmeidigkeit deiner Hautoberfläche unterstützen.

Du siehst, es gibt für stechende Schmerzen im Po also zum einen eine logische Erklärung. Es ist nichts, wofür man sich schämen muss. Und vor allem gibt es gute Chancen, das fiese Problem in den Griff zu bekommen.